Veröffentlicht am 18 Juni 2013 15:05 - Platten, Jazz, Rock/Pop

JoosTVD - The Ballooning Brouhaha

JoosTVD - The Ballooning Brouhaha

„Don‘t mind the blues“ meint Joos The Vanished Dutchman in einem Titel seines neuen Albums. Hardcore-Bluesfans sollten das als ernste Warnung auffassen und mit Lesen der Rezension und dem Anhören der Scheibe äußerste Vorsicht walten lassen. Ansonsten gilt: Mit „The Ballooning Brouhaha“ hat die niederländische One-Man-Band Musik so richtig passend zum beginnenden Sommer mit Jazz, Funkgrooves, Rock und einer gehörigen Dosis Humor.


   Ein Aufruht beim Ballonfahren? Aufrührerische Ballons? Oder die Empörung über die Ballonsportler? Mit dem Albumtitel kommer ich schnell an die Grenzen meiner Englischkenntnisse. Aber der Titelsong und Opener des aktuellen Albums von Joost Van Dinther erzählt rein musikalisch (wenn man von den paar „Haha“-Rufen absieht) eine Geschichte, die all das sein könnte - oder was ganz anderes. Und schon sind wir bei dem Problem, was man unwillkürlich hat, wenn man sich Songs dieses Niederländers anhört: Man muss ich das Lachen verkneifen. Und man erwischt sich immer wieder dabei, das Wort „zappaesk“ verwenden zu wollen.
 
Dabei könnte man ebenso auch Verwandschaft zur Musik etwa von Steely Dan, der mittleren Schaffensperiode von Stevie Wonder und anderen finden. Nur eben waren die niemals so voller Humor, Sarkasmus - und Selbstironie. Wer nennt einen Titel schon freiwillig „Stupid song(s)“, der dann auch völlig albern daherkommt wie für die Welttournee von Ralf Sögel direkt am Casio geschrieben und dann noch mit Bläsern aufgemotzt? Das ist einfach zappaesk. Und natürlich großartig.

Dann folgt noch ein „Disco Scream From The Sinking Loveboat“, eine Tour mit dem „Sunday Train“ oder ein Trip durch einen schweigenden Dschungel. Meist humorvoll, oft auch plötzlich von einer Melancholie eingetrübt, dass man gleich nochmal aufmerksamer hinhört, um festzustellen: Joost ist ein verdammt guter Songschreiber und keine wandelnde Comedy-Attraktion. Und auch das hat er mit dem verstorbenen Gitarren- und Kompositionsmeister mit dem berühmten Klofoto gemein. Wer mir das nicht glaubt, sollte auf diversen Online-Plattformen wie Jamendo nach dem kostenlosen Download von „The Ballooning Brouhaha“ suchen und mir erst danach widersprechen.

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