Veröffentlicht am 28 Juni 2017 06:08 - Platten, Blues, Songwriter

Karen Lovely - Fish Outta Water

Karen Lovely - Fish Outta Water

Seit sie 2010 bei der International Blues Challenge auf den zweiten Platz kam, hat sich Songwriterin Karen Lovely auf der Bluesszene etabliert. Für ihr neues Album "Fish Outta Water" hat sie Eric Come als Produzent angeheuert, der auch schon mit Walter Trout und John Mayall gearbeitet hat.

Wenn man die bemerkenswerten Veröffentlichungen von Blues und verwandter Musik in den letzten Jahren verfolgt, dann wird eines deutlich: Neben einer Retro-Bewegung und dem noch immer boomenden Bluesrock gibt es die spannendste Musik eigentlich mittlerweile an den Grenzen zwischen Blues, Soul, Roots und Americana. Ganz bewusst betont Karen Lovely, dass sie sich eben nicht als traditionelle Künstlerin in dieser Szene betrachtet. Bei ihr treffen Blues und Country aufeinander, Rootsrock und Soul.

Wenn Lovely einer Tradition verpflichtet ist, dann der des Bluessängers als Kommentators politischer und gesellschaftlicher Verhältnisse. Auf "Fish Outta Water" finden sich Songs über gesellschaftliche Ungerechtigkeit, Gewalt, Obdachlosigkeit und sexuellen Missbrauch. Ja, Lovely spendet gar einen Teil der Einnahmen des Albums einer Organisation, die sich dem Kampf gegen sexuelle Gewalt verschrieben hat.

So bestellt sie melancholisch eine weitere Runde Molotov Cocktails oder erzählt davon, wie sie beim nächsten Mal eine ganz andere und bessere Welt schaffen will. Eine ohne Grenzen und Geld, ohne Armut und Reichtum.

Wer jetzt ein freud- und lustloses Liedermacheralbum voller Pathos und erhobener Zeigefinger erwarten sollte: Keine Angst. Songs wie "Waking Up The Dead" oder die schwarze Ballade "Hades Bride (There Was A Time)" sind musikalisch derartig stark, dass man fast über die Texte hinweghören könnte. Nein: "Fish Outta Water" ist eine fette Empfehlung wert für alle Freunde bluesverwandter Musik und intelligenter Songs. Wer vom inneren Bluespolizisten gequält wird: Hier gibt es auch Songs, die ganz traditionell als Blues durchgehen. Man höre nur einen Bluesrocker wie "Molotov Cocktails".


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