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Veröffentlicht am 29 August 2012 13:13 - Blues

Danny Marks - A Friend in the Blues

FriendinBlue finalIn der Bluesszene von Toronto ist Danny Marks inzwischen eine Art Elder Statesman. Sein neues Album „A Friend in the Blues“ ist eine Sammlung von zwölf Songs zwischen lyrischem Blues im Stile von Albert oder B.B. King und akustischen Stücken zwischen John Lee Hooker und Lonnie Johnson.


Mit seiner ersten Band hatte Danny Marks Ende der 60er Jahre in Toronto ein Konzert von Led Zeppelin eröffnet. Von der damaligen Härte ist der Kanadier inzwischen meilenweit entfernt. Doch dem Blues ist er scheinbar treuer geblieben als Page & Plant - oder ist es eher so, das der Blues im seither nicht von der Seite gewichen ist? Auf jeden Fall ist „A Friend in the Blues“ eines jener Alben, die man gut als Medizin verschreiben könnte: Jede Hektik, jede Unruhe, aber auch Unsicherheit und Angst fallen von einem ab, wenn man den lyrischen Gitarrenlinien lauscht und sich von der Songs von Marks gefangen nehmen lässt. Einer der Kritiker umschrieb die Scheibe nicht ganz zu Unrecht mit einem lang gereiften weichen Whisky.

Der Gitarrist, Songwriter und Musikhistoriker nimmt uns mit seinem All-Star-Ensemble der Torontoer Bluesszene auf dem Album auf eine geruhsame Reise durch die Blueslande zwischen Chicago, Memphis, New Orleans und den Sümpfen Louisianas mit. Allerdings niemals mit der Härte und Lautstärke der großstädtischen Bluesclubs sondern immer aus der Sichtweise des erfahrenen Reisenden, der uns seine Erinnerungen gefiltert von jeglichen Brüchen und Ungereimtheiten mitteilt. Und so streifen hören wir Countryblues ebenso wie Gospel, ein wenig klassischen Rhythm & Blues und Memphisblues in der Art des jungen B.B. King. Und dann wird es doch noch manchmal ein wenig härter und verzerrter, wenn Marks einen Blick in die Zukunft wirft („Blues of the Future“). Hier ist einer der wenigen Momente erreicht, wo sein Blues durchaus böse und angreifend ist. Die Zukunft ist hart und hat eigentlich jetzt schon begonnen. Und darüber kann man nicht einfach hinwegsehen. Und hier wird auch seine Gitarre schneidender, elektrischer, durch Effekte getrieben. Doch das ist nur ein Moment auf der Reise.

Ein faszinierendes Album, dass es leider in unserer lauten und hektischen Zeit schwer haben dürfte. Aber wer den Unterschied zwischen Jim Beam und einem lang gereiften Tallisker zu schätzen weiß, der wird sich freuen, ein echtes Juwel entdeckt zu haben. Allerdings ist das in Eigenregie veröffentlichte Album nur direkt über den Künstler zu beziehen.

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