Veröffentlicht am 20 September 2013 09:14 - Platten, Soul

Feeling Nice Vol. 2

Feeling Nice Vol. 2
Zum zweiten Mal haben Tobias Kirmayer und Daniel Wanders ihre Sammlungen obskurster und seltenster Soul- und Funk-Singles durchforstet. Zwischen dreckigem Funk, musikalischen Verbeugungen vor James Brown und feinstem Soul fanden sie wieder 16 Stücke, mit denen man Fans rarer Grooves in Verzückung versetzen kann.
„I Feel Good“ - klar kennt man. James Brown kommt immer wieder gut. Aber eh: Nein, das ist nicht der Godfather of Soul. Hier stimmt was nicht. Das hier ist das Duffy Jackson Orchestra feat. Johnny Apollo, die hier einen fetten Big Band Funk zelebrieren. Überraschend wie auch der Rest dieses Samplers. Und natürlich mal wieder mit Musikern, von denen man bislang noch nie gehört hat, wenn man nicht zur Gemeinde der fanatischen Single-Sammler gehört. Und selbst für die dürften manche Entdeckungen von Wanders und Kirmayer bislang absolut unbekannt sein. Manche der Aufnahmen gab es bislang bloß in sensationellen Auflagen von 50 Stück (The Soul Chargers „Change It Up Baby“), als Bonus beim Kauf eines Schlagzeuges (die erwähnte Fassung von „I Feel Good“) oder sie erschienen in Regionen wie den britischen Jungferninseln (Carole Veal‘s „H‘way of Love“).
Schwerpunkt ist diesmal eindeutig der Funk von ergebenen Jüngern von James Brown: deftig, rotzig, rockend spielen Bands wie Fillet of Soul („Do your own thing“) oder Musiker wie Little Genie Brooks („James Brown Bougeloo“ - hier wird gleich eine Zitatensammlung aus Browns Stücken montiert zu einer Funkparty mit einem deftigen Gitarristen und einer Hornsection, die eher nach den Bluesbrothers als nach JB klingt).
„Feeling Nice Vol. 2“ ist nicht nur auf Grund der Raritäten sondern vor allem wegen der wie bei Tramps Veröffentlichungen immer wieder überraschenden musikalischen Qualität ein absoluter Pflichtkauf für jeden Funkliebhaber. Zu der CD/Doppel-LP bekommt man natürlich wieder ein Booklet mit den nötigen Informationen über die ausgegrabenen Künstler. Und bei 400 der 1000 gepressten LPs wird gleich noch eine Single von „H‘way of Love“ beigelegt, die in kurzer Zeit auch schon den Status einer absoluten Rarität haben dürfte. (Tramp Records)

 

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