Veröffentlicht am 16 September 2015 10:56 - Platten, Blues, Rock/Pop

Gregg Allman – Live. Back To Macon, Ga

Gregg Allman – Live. Back To Macon, Ga

Was war ich traurig als ich erfuhr, dass Gregg Allman nach dem Ausscheiden von Derek Trucks und Warren Haynes entschied, das Projekt Allman Brothers Band zu beenden. Immerhin begleitet mich die Band seid Anfang der 70´iger durch mein Leben. Wer erinnert sich nicht gerne an die Titel wie „Jessica“, „Ramblin´ Man“, „Whipping Post“, „Stand Back“ und „Trouble no More“ um nur einige zu nennen.
 


Auch wenn die Band sich über die Jahre immer wieder veränderte, denken wir nur an die tödlichen Motorradunfälle von Duane Allman und Berry Oakley. Gregg Allman schaffte es immer wieder eine gute Band zusammenzustellen. Eines blieb über die Jahre immer beständig – der Sound der Band. Hierfür sind zwei Faktoren zuständig: Der unvergleichliche Gitarrensound und die Stimme von Gregg Allman.

Trotz der verschiedensten Gitarristen von Dickey Betts über Dan Toler, Derek Trucks bis zu Warren Haynes blieb der Sound der Gitarren immer ähnlich. Auch Scott Sharrard aus der neuen Formation Gregg Allman and Friends setzt diese Tradition fort.

Wie geht das? Auf der Seite http://www.learningguitarnow.com/blog/tone/how-to-get-an-allman-brothers-guitar-tone/ gibt es eine gute Erklärung mit Klangbeispielen. Die Technik macht es, mehr kann ich als Gitarrenlaie nicht dazu sagen, dass überlasse ich dann lieber den Fachleuten.
Das hier vorliegende Album ist ein Konzertmitschnitt von einem Konzert in Macom, vom 14.01.2014.

„Macon ist ein schöner, zauberhafter Ort (eine 100000-Einwohnerstadt in der Nähe von Atlanta) und er war wirklich ein zu Hause für den Allman Brothers Band“, sagte Gregg. „Wir spielten, lebten, lachten und weinten dort, und ich schrieb viele, viele Lieder in dieser Stadt. Es ist immer gut, in Macon zu spielen, Mann.“

Mit Scott Sharrard an der Gitarre, dem Bassisten Ron Johnson, Ben Stivers an den Keyboards, Schlagzeuger Steve Potts, Allman Brothers-Veteran Marc Quinones am Schlagzeug, den Saxophonisten Jay Collins und Art Edmaiston und Dennis Marion an der Trompete, bildeten diese acht Spieler eine der besten Formationen, mit denen Gregg Allman jemals spielte. Besonders der Einsatz der Bläsergruppe tat der Aufnahme gut.

Das Konzert beginnt mit dem guten alten „Statesboro Blues“. Hier bringt der Einsatz der Bläsergruppe einen neuen Swing in den Song. Auffällig ist auch das Spiel von Ben Stivers am E-Piano. Nach „I’m No Angel“ folgt „Queen of Hearts“, einem Titel von Gregg´s erster Soloproduktion „Laid Back“ aus dem Jahr 1973. Mit „ I Can’t Be Satisfied“ nimmt das Konzert wieder Fahrt auf. Der Meister spielt hier die zweite Gitarre (nicht die zweite Geige). Mit dem sentimentalen Titel „These Days“ von Jackson Browne nimmt Gregg die Fahrt gleich wieder raus. „ Ain’t Wastin’ Time No More“ war das erste Lied, dass Gregg nach dem tödlichen Motorradunfall von seinem Bruder Duane am 29. Oktober 1971 in Macon schrieb. Hier gefallen schöne Solis von Art Edmaiston und Scott Sharrard. „Brightest Smile In Town“, „Hot’Lanta“ und „I’ve Found a Love“ runden den ersten Teil des Konzertes ab.

Das Konzert ist eine Zeitreise durch die Geschichte der Allman Brothers, die ja unzertrennlich mit der Geschichte von Gregg Allman verbunden ist. Das setzt sich im zweiten Teil fort. Hier möchte ich noch die Titel „Melissa“, „Whipping Post“ und „One Way Out“ erwähnen. „Whipping Post“ wurde total neu arrangiert, Saxophon-und Gitarrensolo werten diesen Titel enorm auf. „One Way Out“ schließt das Konzert ab, hier spürt man zum ersten mal so richtig das Publikum. Jeder der Musikern kann in Solopassagen noch einmal zeigen, was in ihm steckt. Man muss auch erwähnen, dass im zweiten Teil Devon Allman (Gitarre) als Gastmusiker mit von der Partie ist.
Gregg bemerkte: „Vielen, vielen Dank, es war ein riesiger Spaß. Wir müssen dies irgendwann wieder tun“

Um die Zukunft muss uns nicht bange sein, solange Gregg Allman musiziert, wird uns der Südstaatenstil der Allman Brothers erhalten bleiben. Was ich ein wenig bemängele, die Reaktionen des Publikums wurden nie so richtig eingefangen.
 




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