Veröffentlicht am 29 November 2012 23:08 - Platten, Blues

Slim Butler - Slim Butler‘s Inner Blues

Slim Butler - Slim Butler‘s Inner Blues
Eine Gitarre wie aus dem tiefsten Süden der USA, Songs voller Soul und eine Produktion wie aus den späten 60er Jahren: Dass „Slim Butler‘s Inner Blues“ direkt am finnischen Polarkreis entstand, darauf  kommt man beim Hören garantiert nicht.

Gerne höre ich mir Alben völlig unvoreingenommen an und schere mich nicht um mitgelieferte Informationen bis zu dem Zeitpunkt, wo ich die Rezension zu schreiben beginne. Dann steht meine Meinung halbwegs fest und ich muss nur die Fakten zum Künstler hinzufügen. Bei „Slim Butler‘s Inner Blues“ fehlten mir diese Fakten. Und wenn man den Namen in die Suchmaschine seiner Wahl eingibt, dann stößt man eigentlich zuerst auf die Geschichte eines jugendlichen Killers, der kürzlich in Baltimor erneut verurteilt wurde wegen Betrugs und Geldwäsche. Slim Butler als Gitarrist? Fehlanzeige.

 

Aber diese Musik: Eine Gitarre ganz in der Linie von Musikern wie Buddy Guy, Joe Louis Walker oder anderen Zeitgenossen. Singend, erzählend, faszinierend und einzigartig. Dazu Lieder, die einen sofort gefangennehmen. Sänger, die einem vage vertraut vorkommen. Einfach ein Highlight des Bluesjahres 2012. Wer bitteschön ist Slim Butler? Und wo in den USA ist er zu Hause? Wieso kennt man ihn noch nicht längst?

Erst im Kleingedruckten zur CD auf cdbaby findet man heraus, dass der „echte“ Name des Musikers Jarmo Puhakka ist, der mit „Slim Butlers Inner Blues“ sein Debütalbum veröffentlicht hat. In Rovainiemi am Polarkreis hat er dafür die Creme der finnischen Bluesszene versammelt. Und außerdem hat er noch Sugar Ray Norcia (Roomful of Blues, Ronnie Earl & The Broadcasters) und Andrew Black aus Atlanta eingeladen, die seine sehr persönlichen Songs interpretieren sollten. Produziert wurde das Album dann - ganz im Sinne eines druckvollen und einzigartigen Sounds - auf analogem Equipement von Gitarrist Otis Grant (der sich auch in einigen Songs mit seinen Gitarrentönen in dieses Fest des zeitlosen Gitarrenblues einreiht). Ehrlich: „Slim Butler‘s Inner Blues“ braucht dringend ein ordentliches Label und einen weltweiten Vertrieb! Das ist ein Album, wie man es gerade aus Finnland niemals erwartet hätte. Ganz großer Blues für Genießer!

- Autor -

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